Ein gutes Spiel erkennt man an… (7 Kriterien, die wirklich zählen)
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Die Auswahl an Brett- und Kartenspielen ist heute riesig – doch woran erkennt man eigentlich, ob ein Spiel wirklich gut ist? Die folgenden sieben Kriterien tauchen in der Spieleforschung, der Game-Design-Literatur und in der internationalen Spieleszene immer wieder auf. Sie stammen nicht aus einer einzelnen offiziellen Quelle, sondern sind eine konsolidierte Zusammenfassung der wichtigsten Qualitätsmerkmale, die sich über Jahrzehnte hinweg in Praxis, Forschung und Erfahrung bewährt haben.
Kurz gesagt: Diese sieben Punkte beschreiben, warum manche Spiele zum Dauerbrenner werden – und andere nach zwei Partien im Regal verstauben.
1. Es ist schnell erklärt – aber nicht langweilig
Gute Spiele holen alle sofort ab. Sie brauchen keine endlosen Regelkapitel, sondern ermöglichen einen einfachen Einstieg. Der Goldstandard lautet: „Easy to learn, hard to master“.
Beispiel:
Shit Happens! und Fortuna können in wenigen Minuten erklärt werden – bieten aber genug Tiefe und taktische Entscheidungen, damit es spannend bleibt.
2. Jede Entscheidung fühlt sich wichtig an
Passivität ist der Tod eines guten Spiels. Spielerinnen und Spieler müssen spüren, dass ihr Zug etwas bewirkt. Ob man eine Karte spielt, einen Weg baut oder eine Figur bewegt – jede Entscheidung sollte Konsequenzen haben.
Das erzeugt Spannung und hält das Spiel lebendig.
3. Es erzeugt Emotionen
Die besten Spiele lösen echte Gefühle aus:
- Spass
- Schadenfreude
- Spannung
- Überraschung
- Ärger (im guten Sinne)
- Euphorie
Genau diese Gefühlskurve sorgt dafür, dass ein Spiel in Erinnerung bleibt – und wieder auf den Tisch kommt.
Und ja: Bei Shit Happens! kommen wirklich alle Emotionen vor. Manchmal in nur einer Runde.
4. Es ist abwechslungsreich
Ein Spiel, das immer gleich abläuft, verliert seinen Reiz.
Ein gutes Spiel bietet Vielfalt durch:
- modulare Spielfelder
- wechselnde Startbedingungen
- variable Karten
- unterschiedliche Siegwege
So bleibt jede Partie frisch und spannend.
5. Es funktioniert mit verschiedenen Gruppen
Ein gutes Spiel passt sich an – egal ob:
- mit der Familie
- mit Gelegenheitsspieler:innen
- mit Vielspieler:innen
- im Team oder solo
Shit Happens! spielt sich zu zweit anders als im Team, und Fortuna funktioniert überall: am Küchentisch, unterwegs, im Urlaub.
6. Es ist hochwertig produziert
Gutes Material, klare Grafiken und ein stimmiges Design erhöhen den Spielspass enorm.
Ein Spiel, das schön aussieht und sich gut anfühlt, landet schlicht häufiger auf dem Tisch.
7. Es erzählt eine Geschichte – auch ohne Storybuch
Die besten Spiele erzeugen Momente, die man später noch erzählt:
- „Weißt du noch, als dein Weg komplett zerstört wurde?“
- „Oder als du dachtest, du hättest gewonnen – und dann…?“
- „Der eine Zug, der alles gedreht hat!“
Ein gutes Spiel erzeugt Erlebnisse statt nur Abläufe. Diese kleinen Geschichten sind es, die im Gedächtnis bleiben.
Warum genau diese 7 Kriterien?
Vielleicht fragst du dich: Woher stammen diese Punkte eigentlich? Die Antwort ist unkompliziert: Sie sind kein offizieller Katalog einer Institution.
Es handelt sich um eine Verdichtung der wichtigsten Qualitätsmerkmale, die:
- in der Game-Design-Forschung,
- in Fachbüchern,
- in der Arbeit von Spielautor:innen,
- in Rezensionen,
- und in jahrzehntelanger Spielerfahrung
immer wieder hervorgehoben werden. Sie beschreiben, was Spiele erfolgreich, langlebig und emotional bedeutsam macht.
Fazit: Ein gutes Spiel ist mehr als ein Regelwerk
Ein wirklich gutes Spiel…
- ist leicht zu verstehen
- bietet echte Entscheidungen
- löst Emotionen aus
- bleibt abwechslungsreich
- funktioniert mit vielen Gruppen
- ist hochwertig gestaltet
- und erzählt kleine, unvergessliche Geschichten
Wenn ein Spiel diese Kriterien erfüllt, hat es das Zeug zum Lieblingsspiel.
Genau nach diesen Prinzipien entwickeln wir unsere Spiele – egal ob das chaotisch-taktische Shit Happens! oder das kompakte, strategische Fortuna.